Unsere Anlage - Dies & Das - Funktionsdecoder
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Ich stelle euch ein kleines Elektronikprojekt vor. Und zwar den Bau eines Funktionsdecoders. Das ganze ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen. Warum sollte ich auch das Fahrrad zum zweiten mal erfinden? Die Vorlage stammt aus dem Heft ‘Modellbahn digital’ Ausgabe 8 von MIBA. Ich möchte hier keine Bauanleitung oder Schaltpläne veröffentlichen, dazu gibt es schon genug im Netz. Ich möchte eigentlich nur zeigen, das es nicht schwer ist, so etwas auch zu bauen. Die einzige Schwierigkeit war der Aufbau der Schaltung mit SMD-Bauteilen. Damit hatte ich bisher noch keine Erfahrung.
Der Nachbau hat mich gereizt, weil die Schaltung recht einfach ist, das Platinenlayout  und die Software für den Microchip gleich dabei war. Je nach Bedarf können einige Teile der Schaltung auch weggelassen werden. Das hängt davon ab, wie der Funktionsdecoder eingesetzt werden soll.. So zum Beispiel die Bauteile für die Analogerkennung oder dem Pufferkondensator.
Also habe ich mir erst mal die Platinen besorgt. Da das herstellen von Leiterplatten noch nie mein Ding war, habe ich mir das machen lassen. Umgerechnet 70 Cent (bei 50 Stück / jede weitere etw 50 Cent) ist auch noch zu verschmerzen.

Platine

Dann habe ich mir noch die Bauteile geholt. und los ging es. Das erste Modell sieht zwar nicht gerade wie ein Meisterwerk aus, aber für das erste mal mit SMD-Bauteilen schon recht ordentlich. Ich habe mir danach erst mal noch eine Lötnadel mit wesentlich dünnerer Spitze und dünneres Lötzinn besorgt. Aber eins ist jetzt schon klar. Wenn der eingebaut ist, sieht es so wie so keiner mehr. Wichtig ist, das er funktioniert. Auf dem Bild ist die Platine mit minimalen Aufwand an Bauteilen bestück.

bestückte platine

Jetzt muß der Microchip (Pic12F629SN) noch programmiert werden. Danach habe ich ihn an einen Versuchsaufbau mit LED’s gehängt und zum ersten mal Leben eingehaucht. Die beiden LED’s unten rechts sind für die Fahrtrichtung (F0). Die anderen sind auf den F-Tasten F1 und F2 gelegt. Jeder Ausgang kann mit 25mA belastet werden.

Testaufbau

Mit der Software sind die verschiedensten Ansteuerungen möglich. So zum Beispiel das verzögerte Ein- und Ausschalten oder Blinken in den verschiedensten Varianten. Auch lassen sich mehrere oder alle Funktionsausgänge mit einer F-Taste ansteuern. Auf dem nächsten Bild habe ich noch zwei Bauteile (Diode, Widerstand) aufgelötet. Damit lässt sich ein Pufferkondensator anschließen. Je nach Kapazität können bei Kontaktproblemen einige Sekunden überbrückt werden. Im Bild wurde ein Kondensator mit 2200µF verwendet. Damit waren 2 Sekunden möglich, wenn alle LED’s in Betrieb waren.

Testaufbau mit Pufferkondensator

Abschließend möchte ich noch erwähnen, das sich der Aufwand als Einzelstück nicht Lohnt. Aber bei etwa 25 Stück die ich mir bauen will, ergibt sich ein Preis von etwa 3,50€ (ohne LED und Puffer-Elko). Das hängt natürlich davon ab, wie günstig man die Bauteile bekommt. Wenn man die Platine auch noch selber herstellt, wird es nochmals günstiger.

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Letztes Update: 06 April, 2014